Fr., 14. Aug. | Reikischule Deutschland GbR

Räuchern zu Maria Himmelfahrt

Die Kraft der Kräuterbuschen und die Kräutersegnung
Anmeldung abgeschlossen
Räuchern zu Maria Himmelfahrt

Zeit & Ort

14. Aug. 2020, 19:00 – 22:00
Reikischule Deutschland GbR, Gubener Str. 8, 86156 Augsburg, Deutschland

Über die Veranstaltung

Alljährlich werden zum Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15. August in vielen Gegenden Westeuropas seit über tausend Jahren Heilkräuter in der Kirche gesegnet. Dazu spricht der Pfarrer nach der Predigt oder vor dem Schlusssegen im Gottesdienst ein spezielles Segensgebet über die gebundenen Kräuterbüschel (auch Krautwisch, Marienwisch, Neunerbuschen, Rauchkräuterbuschen, Sangen, Weihbüschel, Weihkräuterbuschen, Wisch, Würzbüschel oder Würzwisch genannt) und besprengt im Anschluss an das Gebet die Kräuter mit Weihwasser. Mancherorts werden zudem noch Kräuterprozessionen abgehalten. Dieser Brauch der Kräutersegnung hat seinen Ursprung vermutlich bei unseren germanischen Vorfahren, die schon in vorchristlichen Zeiten Heilkräuter sammelten und die Götter zu deren Verwendung um ihren Beistand anriefen. Ab etwa dem 9. Jahrhundert wurde die Kräuterweihe (auch als Wurzelweihe, Würzweihe, Würzkräuterweihe oder Wischweihe bezeichnet), bei der es sich um eine sogenannte Sakramentalie handelt, mit dem alten Marienfest „Mariä Himmelfahrt“ verbunden, denn Maria wird von den Menschen schon seit langer Zeit auch als „Königin der Blumen“, „Blume des Feldes“, „Lilie der Täler“ sowie als „Beschützerin der Feldfrüchte“ verehrt. Die Heilkraft der Kräuter soll durch die Fürbitte der Kirche dem ganzen Menschen zum Heil dienen. Die Kräuterweihe gilt zudem als Ausdruck für die Achtung des Menschen vor Gottes Schöpfung. Die geweihten Kräuter werden nach dem Gottesdienst daheim in den Wohnräumen (auf dem Dachboden oder im Herrgottswinkel (Bayern)) und im Stall zum Schutz mit nach unten hängenden Blüten aufgehangen. Wenn die Kräuterbuschen gut durchgetrocknet sind, lassen sie sich das ganze Jahr über als schützendes und heilkräftiges Räucherwerk einsetzen (z.B. im Krankenzimmer). Dazu wird etwas von den Kräuter abgezupft, zerrieben und mit Weihrauch oder anderen Harzen vermischt. Anschließend lässt sich diese Mischung hervorragend in einer Räucherpfanne räuchern. Ebenfalls ist es traditionell üblich Kräuter dem Vieh unters Futter zu mischen (soll vor Verzauberung der Tiere schützen) oder Kranken in Form von Tees, Bädern oder Aufgüssen zur Genesung zu verabreichen. Zum festen Brauchtum in den Alpenregionen gehört es einen Teil der Kräuterbüschen in den Rauhnächten mittels einer Räucherpfanne (eiserne Glutpfanne) zum Schutz vor bösen Geistern, Verhexung, Blitzschlag, Unwetter und Katastrophen jeglicher Art verbrannt. Dazu werden Haus und Hof ordentlich ausgeräuchert. Bei schweren Gewittern ist es alter Brauch einen Teil des Krautbundes.

An diesem Abend, erstellen wir eine spezielle Räuchermischung, sprechen über den Vorgang "des Räucherns" und führen dich ein in die Kunst des Räucherns......

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Kosten: 60.- Euro

Anmeldung abgeschlossen

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